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08.10.2019, 13:00 Uhr | B.Mennemeier

Integration von Menschen mit Handicap auf den ersten Arbeitsmarkt oder Digitalisierung 4.0 bei der Diakonie

Die CDA nimmt Einblick in die Werkstätten der Diakonie in Waltrop

Wie groß sind die Chancen von Menschen mit Handicap, in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt zu werden? Unter diesem Motto gab es ein Treffen mit dem Leiter der Diakonie Werkstätten in Waltrop, Herrn Julien Corzilius und den Leiter Berufliche Integration Herrn Heinz Waschhof, in den Gebäuden der Diakonie in Waltrop.

Die Diakonie in Waltrop beschäftigt 200 Mitarbeiter in den produktiven Werkstätten und ist damit einer der größten Arbeitgeber in Waltrop. Die Geschäfts- u. Produktionsbereiche umfassen Montage, Verpackung, Garten- u. Landschaftsbau sowie Textilverarbeitung. Die Diakonie steht mit ihren Leistungen im Wettbewerb und muss die anfallenden Betriebskosten erwirtschaften. Die Erstausstattung wird durch den LWL gefördert, danach erfolgt eine betriebswirtschaftliche Kostenrechnung.

Innerhalb der Werkstätten gibt es Fördergruppen für Menschen die von der Ausbildung die Möglichkeit haben, an den ersten Arbeitsmarkt vermittelt zu werden. Die Diakonie steht hierzu im direkten Austausch mit den Unternehmen. Auch in Waltrop, aber dieser Prozess könnte optimiert werden und vielleicht hat die Politik hier die Möglichkeit zu unterstützen. Die Mitarbeiter, die dann am ersten Arbeitsmarkt eingesetzt werden, werden durch die Unternehmen bezahlt.

Für die Integration dieser Mitarbeiter gibt es die Dienststelle Berufliche Integration kurz DBI. Diese Dienststelle begleitet die Menschen auf den externen Arbeitsarbeitsmarkt. Hierdurch wird zu einem das aufnehmende Unternehmen entlastet und der Mitarbeiter bekommt eine auf ihn abgestimmte Betreuungs- oder Einarbeitungsphase.

Diakonie übergreifend werden jährlich 50-60 Mitarbeiter im Kreis Recklinghausen in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse, über Mindestlohn, vermittelt.

Die Diakonie ist auch in Projekte für langzeitarbeitslose Menschen, die Länger als 7 Jahre arbeitslos sind und keine Behinderung haben, beteiligt.

Die Digitalisierung schreitet auch bei der Diakonie voran. Digitalisierung 4.0. hat einen hohen Stellenwert und daher nimmt die Diakonie Waltrop am Forschungsprojekt Digitalisierung teil. In diesem Projekt werden Hilfsmittel entwickelt und getestet, die es Mitarbeitern mit Behinderung ermöglichen bei Auswärtstätigkeiten oder auch im Produktionsprozess eigenständiger als bisher zu arbeiten. Brillen mit Kameras die direkt mit Betreuern verbunden sind, um bei möglichen Problem auch online helfen zu können oder dreidimensionale Trainingsbrillen für die Vorbereitung auf eine neue Arbeitsumgebung oder Arbeitsplätze mit Anleitung zur optimierten Eigenständigkeit im Produktionsprozess.

Natürlich konnten wir diese Geräte selbst einmal testen und waren von der deren Potentialen überzeugt.

Leider ist die öffentliche Wahrnehmung in Waltrop nicht so präsent wie es eigentlich bei anderen großen Arbeitgebern ist.

Unser Besuch bei der Diakonie in Waltrop hat bei uns einen bleiben Eindruck hinterlassen und der Kontakt wird weiter bestehen bleiben.