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03.08.2018, 20:15 Uhr | A.Brausen, L.Finke

Bürgerbegehren zum Stopp eines Kreishaus-Neubaus

 Unter dem Motto „Stoppt den Wahnsinn: Sanierung statt Neubau des Kreishauses“ unterstützt der CDU-Stadtverband aktiv das Bürgerbegehren gegen den Neubau des Kreishauses in Recklinghausen.

Bereits am Samstag, den 11. August, ab 10:00 Uhr, können sich alle Wahlberechtigten ab 16 Jahren in der Fußgängerzone am Kiepenkerlbrunnen an unserem CDU-Stand dieser Forderung mit ihrer Unterschrift auf den dort ausliegenden Listen anschließen. Diese Aktion wird von uns auch danach auch an anderen Standorten wiederholt werden.

Statt eines Neubaus fordert die CDU Waltrop eine zügige Beseitigung der Sicherheitsmängel sowie eine schrittweise Sanierung und Modernisierung des Gebäudes im Bestand und lehnt darüber hinaus die Schaffung von Großraumbüros mit nicht personalisierten Arbeitsplätzen, sogenannte “non-territoriale Büros”, ab.

Diese Positionen stehen im Gegensatz zu dem Kreistagsbeschluss vom 11. Juni 2018, den SPD, FDP und Grüne mit knapper Mehrheit gegen die Stimmen der CDU Fraktion gefasst haben.

Landrat Cay Süberkrüb (SPD) setzt sich vehement für eine Neubaulösung ein. Der Dorstener Uwe Kähler (parteilos) hat daraufhin nun ein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht, welches in den kommenden Wochen von mindestens 15.000 Wahlberechtigten im Kreis unterstützt werden muss, um den Kreistagsbeschluss wieder rückgängig zu machen.

Der Waltroper Stadtverbandsvorsitzende Ludger Finke: „Der bisher gefasste Beschluss vernichtet das Eigenkapital, den Buchwert des Kreishauses, in Höhe von ca. 32 Millionen Euro. Damit stünde diese Summe nicht mehr zur Entlastung der Städte zur Verfügung. Eine solche Finanzpolitik ist im höchsten Maße leichtfertig.”
 
CDU-Kreistagsmitglied Andreas Brausen: “Der Neubau als teuerste Variante wird durch eine 80-jährige Abschreibungsdauer schöngerechnet. Das ist realitätsfremd und verschiebt die Abzahlung des Neubaus auf die kommenden Generationen und erhöht deren Steuerlast. Durch Abschreibung würde über die Kreisumlage ein Kreishausneubau von den Städten und damit von uns allen, auch in Waltrop, bezahlt werden müssen.”